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VBZ-Busgarage und ERZ-Werkhof Hardau

Eine hochstehende Versorgung mit öffentlichem Verkehr und eine effiziente Abfallbewirtschaftung – beides bilden wichtige Pfeiler des Service Public einer Stadt. Sie sind Schmieröl für den reibungslosen Betrieb unserer 24-Stunden Gesellschaft. Ein Neubau an der Herdernstrasse soll deshalb auch zum selbstbewussten Zeichen für die modernen städtischen Dienste werden.

In den letzten hundert Jahren hat sich entlang der Achsen der Bullinger- Hohl- und Badenerstrasse ein vielschichtiges Stadtkonglomerat aus Gewerbe-, Industrie-, Schul- und Sportanlagen entwickelt – durchsetzt mit zeilenförmigen Wohnbauten, Blockrandfragmenten und Türmen. An der Herdernstrasse, eingespannt zwischen dem bestehenden Grossdepot der VBZ und dem Letzigrund-Stadion, der wichtigsten urbanen Infrastruktur der Umgebung, steht für Erweiterungen der VBZ-Busgarage Hardau und dem ERZ-Werkhof das ehemalige Zic-Zac-Areal zur Disposition. Auch dient der Perimeter den Diensten von Schutz und Rettung im Falle eines Massenunfalls im Stadion als Freihaltefläche und als Auffangzone zur medizinischen Versorgung.

Fahrgeometrie und Ökonomie sind die wesentlichen Parameter des Programms. Darauf und auf den Ort reagieren wir mit einer gleichsam geometrischen wie poetischen Lösung. Unser Vorschlag sieht einen trapezförmigen Gebäudekörper unter markantem Sheddach vor. Eine Diagonale überspannt das Gebäude von der südwestlichen zur nordöstlichen Ecke. Sie legt die unerwartete Geometrie der Sheds fest und damit die Ausrichtung der Oberlichter nach Norden. Durch die Ausdrehung im Grundriss bildet sich die Dachsilhouette an vier Fassaden ab – eine Fahrt entlang der Herdernstrasse (bzw. um das Gebäude herum) legt die unerwartete dreidimensionale Wirkung dieser Konzeption frei: der Shed wird zum Formgenerator einer sowohl sehr einfachen wie unerwartet komplexen, allseitigen Volumetrie. Damit stellen wir der feinen und gleichzeitig kraftvoll monumentalen Form des Stadions eine angemessene architektonische Geste gegenüber, die den Ort auf überraschend selbstverständliche Weise komplettiert.

PROGRAMM: Busgarage und Werkhof
BAUHERRSCHAFT: VBZ und ERZ
WETTBEWERB: März bis Mai 2015

TRAGWERKSPLANUNG: Walt Galmarini AG
BAUPHYSIK: EK Energiekonzepte
VERKEHR: tbf und Partner AG
VISUALISIERUNG: Graber Pulver / maaars Visualisierungen, Zürich

TEAM:
Marco Graber, Thomas Pulver
Wettbewerb: Alexander Raab (Teamleiter WB), Tobias Bamberg, Thais Ribeiro
Praktikanten: Greta Strause

Bilder

Pläne