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Ausstellung Unterirdisch – das Spektakel des Unsichtbaren

Unvorstellbar, wie unser Leben wäre ohne all die unterirdischen Bahnhöfe, Theater- und Kinosäle, ohne die grossen Tunnels und kleinen Leitungsrohre. Die Wirklichkeit unter dem Boden ist weit verzweigt und pendelt seit jeher zwischen Möglichkeit, Wunschvorstellung und Notwendigkeit. So kann im Untergrund praktisch unbegrenzt zusätzlicher Platz geschaffen werden, und er kann besonders schützenswerte, diskrete oder gar geheime Dinge aufnehmen. Dies gilt für Tresorräume, Datenspeicher und Bundesratsbunker, aber auch für den Underground, welcher sich Kellerräume aller Art aneignet, als Orte der Utopie, an denen die Freiheit wohl grenzenlos sein muss. Andere Menschen halten sich hingegen ganze Tage unter Tage auf, weil sie dort arbeiten, oder weil sie dort Obdach finden. Allen unterirdischen Bauwerken ist indes etwas gemeinsam: es fehlt ihnen eine äussere Erscheinung.

Die Ausstellung zeigt bedeutende internationale Bauwerke und macht den Untergrund als eigenständiges Phänomen sichtbar, welches unsere Städte und Landschaften zukünftig noch viel mehr prägen dürfte, als dies heute schon der Fall ist.

In die markante Tragstruktur der 1’000m2 grossen Ausstellungshalle bauen wir ein System von sieben, in dunklen Farben gehaltenen Ausstellungsräumen und fünf weissen Schleusen ein. Damit wird szenografisch ein dichtes, kavernenartiges ‚Untergrund-System’ geschaffen, durch das der Besucher in labyrinthischen Pfaden zu rund 240 Exponaten (Fotografien, Pläne, Filme und Modelle, zusammengetragen vom Kuratorenteam Andres Janser und Desirée Hess) geführt wird. Text zur Ausstellung siehe Flyer. Nach der Ausstellung wird der 1933er-Jahre-Bau Karl Egenders einer generellen Sanierung unterzogen, während Museum und Hochschule in die neue HdK ins Toni-Areal zügeln. „Unterirdisch – das Spektakel des Unsichtbaren” im Museum für Gestaltung.

Ausstellung – 4. Juli bis 28. September 2014 in der Halle (1’000m2) des Museum für Gestaltung Zürich

 

BAUHERRSCHAFT: Museum für Gestaltung
IN ZUSAMMENARBEIT MIT: Andres Janser (Kurator) / Desirée Hess (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
PLANUNG: 2013 - 2014
REALISIERUNG: 2014
FOTOGRAFIE: Betty Fleck
TEAM: Marco Graber, Thomas Pulver, Andrea Bieri

Bilder

Pläne