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Leichtathletikstadion Letzigrund

Mit einer vertikalen Stapelung der Tribünen vermag das Projekt eine Mehrheit der Zuschauer näher am Geschehen in der Arena teilhaben zu lassen. Der weite Raum eines Leichtathletikstadions wird räumlich stärker gefasst und bietet so auch für die vorgesehenen Konzerte interessante Voraussetzungen. Die vertikale Schichtung und die Überschiebung der Ränge bringt eine beträchtliche Reduktion der Dachauskragung mit sich und ermöglicht eine Konzentration in einer grossen Stütze, ab der sich die Tribünen nach innen und die Zirkulations-Terrassen nach aussen entwickeln. Die Tragstruktur bündelt Treppen und Durchgänge (Tribünenzugänge) und repetiert sich entlang des gesamten Stadionumganges. Dieses Zusammenspiel führt zu einer systematischen und synthetischen Lösung, in welcher Funktion und Konstruktion in eine spezifische und starke Form münden.

Mit einer feinen Verglasung von beinahe kaligrafischer Form wird der rohen Betonkonstruktion ein edles, kristallenes Gewand hinzugefügt. Je nach Witterung und Licht schimmert oder reflektiert diese Membran, umschliesst die Struktur filigran und ermöglicht eine grösstmögliche Transparenz und Durchsicht von den Strassen in das Stadioninnere und umgekehrt, aus dem Innern der Arena hinaus zur Stadt.

NUTZUNG: Leichtathletikstadion für 30‘000 Zuschauer
BAUHERRSCHAFT: Stadt Zürich
IN ZUSAMMENARBEIT MIT: Cruz y Ortiz arquitectos, E-Sevilla

WETTBEWERB: 2003, engere Wahl
KOSTEN (BKP 1-9): 110 Mio. CHF

TRAGWERKSPLANUNG: Ove Arup, E-Madrid

KOSTENPLANUNG: b+p AG, Zürich
BAULEITUNG: b+p AG, Zürich

VISUALISIERUNG: Bildanstalt, Zürich

TEAM:
Marco Graber, Thomas Pulver
Wettbewerb: Manuel Gysel
Praktikanten: Renwen Yang

Bilder

Pläne